Micro Focus
MD PnP

MD PnP
Anwenderbericht

Micro Focus Dimensions RM: Schnellere Bestimmung der Interoperabilität von medizinischen Geräten.

„Wir arbeiten mit Medizinern und Geräteherstellern zusammen, um die Anforderungen zu visualisieren, zu organisieren und zu priorisieren, die die Zukunft der Interoperabilität von Geräten bestimmen werden. Für MDPnP.org liegen die Anforderungen im Produkt. Serena (jetzt Teil von Micro Focus) hat uns den perfekten Allrounder geboten.“

RICHARD SCHRENKER
Clinical Engineer
MD PnP

Auf einen Blick

Branche

Software/Programmierungsservices

Standort

USA

Ergebnisse

  • Visualisierung, Organisierung und Priorisierung der Anforderungen im Zusammenhang mit der Interoperabilität von Geräten
  • Unterstützung der Offline-Zusammenarbeit (um den Bedürfnissen internationaler Normengruppen gerecht zu werden) sowie der Online-Zusammenarbeit (für die Ingenieure und Kliniker)
  • Einrichtungen für die Baseline-Darstellung von Publikationen und Veröffentlichungen
  • Beibehaltung der Rückverfolgbarkeit zwischen Anwendungs- und Testfällen

Überblick

Das 2004 ins Leben gerufene Programm „MD PnP“ (MdPnP.org) ist federführend, wenn es darum geht, Konzepte und Möglichkeiten zu entwickeln, die für integrierte klinische Umgebungen der Zukunft unerlässlich sind. Das Team aus Biomedizintechnikern und Softwareentwicklern arbeitet mit Klinikern zusammen, um die Umsetzung der Interoperabilität von Medizinprodukten zu beschleunigen. Realisiert werden soll dies durch das Ändern von Erwartungen mittels Vorführung zusammen mit der Übernahme ausgewählter Interoperabilitätsbausteine: Anwendungsfälle, Standards und offene Forschungsaktivitäten, die in einer neutralen Laborumgebung stattfinden.

Über ein Jahrzehnt lang wurden die Anforderungen für dieses Programm von einem engagierten und genialen Arzt mithilfe einer Excel-Tabelle verwaltet, und es sei nur so viel gesagt: von dieser gab es nicht nur eine Version. 2013 begann dann das Team nach einer Lösung zu suchen, mit der die Anforderungen besser zu verwalten wären. Im März 2014 entschied sich MD PnP für „Dimensions RM“. Schon sechs Monate später setzte das Team RM für die Prüfung, Freigabe und Veröffentlichung der ersten Version von „System Requirements from a Clinical User Perspective“ [Systemanforderungen aus der Perspektive eines klinischen Anwenders] ein.

„Jetzt“, so Richard Schrenker, Clinical Engineer, „wissen wir, wo unsere Anforderungen liegen.“

Herausforderung

Ein Patient auf der Intensivstation kann an bis zu 15 Geräte gleichzeitig angeschlossen sein. Und jedes dieser Geräte zeichnet Daten auf und wertet sie aus; manche tun dies völlig geräuschlos, andere mit einem Zischen, Piepen oder Klingeln. Alarme versetzen das Klinikpersonal oftmals umsonst in Laufbereitschaft. Die echten Alarme, also die, die durch eine sofortige und automatisierte Auswertung der kombinierten Daten ausgelöst werden könnten, bleiben hingegen aus. Die Herausforderung ist, das es bis heute nicht möglich ist, diese Daten zu kombinieren, d. h. die sog. „Patienten-Blackbox“ ist bis heute noch eine Vision. Mit dem Interoperabilitätsprogramm „Medical Device Plug and Play“ wird das Ziel verfolgt, technologiebezogene Probleme durch die Festlegung und Übernahme offener Standards und Technologien zu überwinden und auf diesem Wege sog. ICEs, also „Integrated Clinical Environments“ [Integrierte klinische Umgebungen] zu schaffen. 

Die Beteiligten haben nach vielen Jahren der Entwicklung und Erprobung festgestellt, dass es die Anforderungen sind, die für das Endprodukt maßgeblich sind. Ihnen war klar, dass sie eine Lösung bräuchten, mit der sich Anforderungen erfassen ließen – von übergeordneten klinischen Details bis hin zu technischen Systemdetails. Es war demnach eine Anwendung notwendig, die sowohl für Ärzte als auch für das Pflegepersonal und für Softwareentwickler zugänglich und nützlich war.

Lösung

Im Vordergrund der meisten Tools für das Anforderungsmanagement steht die Dokumentenverwaltung. Üblicherweise ist es ein Dokument, das importiert, aufgeschlüsselt und in Informationen, Anforderungen und Attribute segmentiert wird, bevor es von Analysten und Softwareentwicklern geprüft und verwaltet wird. Eine solche Lösung würde für MD PnP unter keinen Umständen funktionieren.

Das Team von MD PnP musste Anforderungen festlegen und aufrechterhalten, die mittels Methoden, die unentwegt für medizinisches Fachpersonal, Gruppen aus den Bereichen Regulierung und Normierung sowie für Software- und Hardwareentwicklern zugänglich wären, erfasst und geprüft werden könnten. Und das war noch nicht alles. Außerdem mussten:

  • Einrichtungen für die Verwaltung von geistigen Eigentumsrechten zur Verfügung stehen, die für die Gerätehersteller annehmbar waren
  • Die Offline-Zusammenarbeit (um den Bedürfnissen internationaler Normengruppen gerecht zu werden) sowie die Online-Zusammenarbeit (für die Ingenieure und Kliniker des Labors in Cambridge, Massachusetts) unterstützt werden
  • Einrichtungen für die Baseline-Darstellung von Publikationen und Veröffentlichungen bereitgestellt werden
  • Rückverfolgbarkeit zwischen Anwendungs- und Testfällen beibehalten werden

Mitten in der ersten Präsentation rief jemand „Das ist alles so einleuchtend“, und noch bevor der Monat um war, war die Entscheidung gefallen.

Ergebnisse

Mit der Unterstützung der professionellen Dienste von RM konnte die Organisation in nur fünf Tagen die Steuerung ihrer Anforderungen von Microsoft auf Micro Focus umstellen. Nach zehn Tagen prüften und aktualisierten Teammitglieder bereits Anforderungen und erfreuten sich an der Möglichkeit, Aufschlüsselungen von Anwendungsfällen zu visualisieren, den Verlauf zu prüfen und die Rückverfolgbarkeit anzuzeigen.

Senior-Mitglieder des MD PnP-Teams präsentierten ihre Lösung bei Serena (jetzt Teil von Micro Focus) auf der xChange 2015. Sie arbeiten jetzt mit Normengruppen und Partnern aus dem Medizinbereich zusammen, um den Einsatz von Dimensions RM in der Community für medizinische Geräte zu stärken.