21.5 Registrieren und Ermitteln der Details für Ziel-VMs auf virtuellen Hosts mit der PlateSpin-ISO

Mit dem PlateSpin Migrate-Client können Sie einen Ursprungs-Workload zu einem virtuellen Zielcomputer auf einem virtuellen Host migrieren, wobei die VM als physischer Zielcomputer betrachtet wird:

  • VMware

    Eine halbautomatisierte Migration zu VMs auf VMware ist möglich; die voll automatisierte Migration zu VMware-Zielplattformen wird jedoch empfohlen. Die Ermittlung von VMware-Zielplattformen ist im Migrate-Client oder in der Migrate-Weboberfläche möglich. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ermitteln von Details für Zielplattformen.

  • Microsoft Windows Server mit Hyper-V

    Eine halbautomatisierte Migration zu VMs auf Hyper-V ist möglich; die voll automatisierte Migration zu Hyper-V-Zielplattformen wird jedoch empfohlen. Die Ermittlung von Hyper-V-Zielplattformen ist nur im Migrate-Client möglich. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Zielermittlung im Migrate-Client.

  • Citrix XenServer

  • Xen

  • KVM

Weitere Informationen zu den unterstützten virtuellen Hostplattformen finden Sie unter Tabelle 2-14, Unterstützte Ziel-Virtualisierungsplattformen nur für Migrate-Client.

Die PlateSpin-ISO registriert den physischen Zielcomputer beim PlateSpin Migrate-Server und erstellt ein Inventar des Computers mit den zugehörigen Informationen, z. B. RAM-Menge, Anzahl der Kerne und Prozessoren, Speicherdatenträger und NICs.

21.5.1 Voraussetzungen für die Ermittlung von Ziel-VMs

PlateSpin Migrate baut die Ziel-VM auf dem virtuellen Ziel-Host nicht automatisch auf. Sie müssen den virtuellen Zielcomputer manuell mit den richtigen Einstellungen (Gast-Betriebssystemtyp und Version) für den Ursprungs-Workload gemäß den Funktionen der Virtualisierungsplattform einrichten. Außerdem müssen Sie die PlateSpin-ISO-Datei vorbereiten und als Boot-CD für die VM beilegen.

  1. Laden Sie das PlateSpin-ISO-Image für die Ziel-VM herunter.

    Siehe Abschnitt H.1, Herunterladen der PlateSpin-ISO-Images.

  2. Bereiten Sie das PlateSpin-ISO-Image für die Ziel-VM vor. Die Registrierung kann wahlweise beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt erfolgen.

    Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Vorbereiten des PlateSpin-ISO-Images für die Zielregistrierung und -ermittlung.

  3. Erstellen Sie einen virtuellen Computer anhand der nativen Schnittstelle der geplanten Virtualisierungsplattform.

    Beachten Sie die folgenden Punkte je nach Ziel-VM:

  4. Die VM muss so konfiguriert werden, dass sie beim erneuten Booten neu gestartet wird. Legen Sie außerdem die PlateSpin-ISO-Datei als Boot-CD für die VM bei.

21.5.2 Registrieren und Ermitteln von Ziel-VMs auf virtuellen Hosts

Wenn Sie den virtuellen Computer für das Booten mit der PlateSpin-ISO erstellt und vorbereitet haben, können Sie ihn als Ziel-VM beim PlateSpin-Server registrieren.

  1. Schalten Sie den virtuellen Computer im Virtual Machine Manager ein oder booten Sie ihn neu. Starten Sie dann die VM-Konsole und überwachen Sie den Bootvorgang.

    Wenn die virtuelle Maschine den Bootvorgang abgeschlossen hat, werden Sie zur Eingabe der Parameter aufgefordert, die die Registrierung der Maschine und deren Profil in PlateSpin Migrate steuern. Wenn Sie den unbeaufsichtigten Registrierungsprozess verwenden, werden die erforderlichen Parameter aus einer Antwortdatei eingelesen.

  2. Geben Sie nach dem Bootprompt eine der folgenden Optionen ein und drücken Sie dann die Eingabetaste:

    Bootoption

    Bootaktion

    ps

    PlateSpin Linux zur Übernahme der Kontrolle

    Zur Auswahl dieser Option können Sie auch die Eingabetaste drücken.

    fcoe

    PlateSpin Linux zur Übernahme der Kontrolle mit FCoE-Unterstützung

    fcoe/mpio

    PlateSpin Linux zur Übernahme der Kontrolle mit FCoE- und MPIO-Unterstützung

    mpio

    PlateSpin Linux zur Übernahme der Kontrolle mit MPIO-Unterstützung

    Weiter

    Boot vom nächsten Bootgerät, das im BIOS festgelegt ist

    Wird 20 Sekunden lang keine Taste gedrückt, dann bootet der Workload vom nächsten Bootgerät, das im BIOS festgelegt ist.

  3. Geben Sie bei jeder Aufforderung in der Befehlszeile die erforderlichen Informationen ein:

    • PlateSpin-Server: Geben Sie die PlateSpin-Server-URL in folgendem Format ein:

      http://Ihr_PlateSpin_Server/platespinmigrate

      Ersetzen Sie Ihr_PlateSpin_Server durch den Hostnamen oder die IP-Adresse Ihres PlateSpin-Server-Hosts.

    • Berechtigungsnachweis (Benutzername/Passwort): Geben Sie den Namen eines Benutzers mit Administratorrechten sowie den Domänen- oder Computernamen im PlateSpin-Server-Host ein. z. B. Domäne\Benutzername oder localhost\Administrator. Geben Sie ein gültiges Passwort für den angegebenen Benutzer ein.

    • Netzwerkkarte: Wählen Sie die aktive Netzwerkkarte aus und geben Sie dann eine temporäre statische IP-Adresse für diese NIC ein oder drücken Sie die Eingabetaste, sodass eine IP-Adresse dynamisch von einem DHCP-Server abgerufen wird.

    • Temporärer Hostname: Geben Sie einen temporären VM-Namen ein, den der PlateSpin Migrate-Client zum Auflisten der neu registrierten VM verwenden soll. Der von Ihnen im Migrationsauftrag ausgewählte Ziel-Hostname des Workloads hat Vorrang vor diesem Namen.

    • SSL-Verschlüsselung: Wenn PlateSpin Migrate auf einem Host mit aktivierter SSL-Verschlüsselung installiert ist, geben Sie Ja ein. Falls nicht, geben Sie Nein ein.

    • PlateSpin Migrate-Netzwerk: Wenn Sie kein eigenes PlateSpin Migrate-Netzwerk im PlateSpin Migrate-Client definiert haben, drücken Sie die Eingabetaste. Wenn Sie nicht mit einem standardmäßigen PlateSpin Migrate-Netzwerk arbeiten, geben Sie dessen Namen ein und drücken Sie die Eingabetaste.

      Ein Controller auf Ihrer Ziel-VM kommuniziert mit dem PlateSpin-Server und registriert die virtuelle Maschine als physisches Ziel für einen Migrationsauftrag.

Nach einigen Momenten zeigt der PlateSpin Migrate-Client den virtuellen Zielcomputer in der Ansicht „Server“ an.

HINWEIS:Wenn die Registrierung mit einem Autorisierungsfehler fehlschlägt, müssen Sie möglicherweise die Uhren des Ursprungs und Ziels synchronisieren, die LAN Manager-Authentifizierungsstufe am Ziel ändern oder beides. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Tabelle D-1, Allgemein bekannte Probleme und Lösungen in Verbindung mit Ermittlungsvorgängen.